Heutzutage wissen die meisten Leute mit dem Begriff "Vegetarier" etwas anzufangen. Auch falsche Vorstellungen wie "Einseitige, ungesunde und fade Ernährung!" werden immer seltener. Dass vegetarische Kost weder ungesund noch fad ist, und was Vegetarismus eigentlich genau ist, können Sie auf diesen Seiten herausfinden.

In England, wo man die Vegetarier liebevoll "Veggie's" nennt, ist Vegetarismus schon lange sehr verbreitet. Aber auch in Österreich gibt es immer mehr Vegetarier. Immer mehr Leute machen sich Gedanken darüber was sie essen und stellen ihre Ernährungsweise um. Und das nicht nur wegen BSE. Besonders Jugendliche verzichten immer mehr auf Fleisch und Fisch.
 

Warum Vegetarier?

Der Dichter George Bernard Shaw sagte einmal: "Tiere sind meine Freunde - ich esse meine Freunde nicht."

Aber es gibt viele Gründe Vegetarier zu sein. Sei es eben den Tieren zuliebe (Massentierhaltung, Lebendviehtransporte, ...), weil es ökonomischer ist, wegen der Gesundheit, aufgrund religiöser Einstellung oder einfach, weil einem Fleisch nicht mehr schmeckt. Auf jeden Fall ist es eine sehr persönliche Entscheidung.
 

Was bedeutet überhaupt Vegetarier?

Ein Vegetarier ist jemand, der keine Lebensmittel isst, die das Töten von Tieren voraussetzen. Er verspeist also kein Fleisch, Fisch, Geflügel oder Schlachthaus-Nebenprodukte wie zum Beispiel Gelatine. Produkte von lebenden Tieren wie Milch, Milchprodukte (Käse, ...) und Eier werden nicht von allen Vegetariern verspeist. Deshalb gibt es verschiedene Arten von Vegetariern:

  • Ovo-Lacto-Vegetarier
    Essen Milchprodukte und Eier (aus Freilandhaltung). Dies ist die klassische Form der vegetarischen Ernährung und wird von den meisten Vegetariern angewendet
     
  • Lacto-Vegetarier
    Essen Milchprodukte, aber keine Eier.
     
  • Ovo-Vegetarier
    Essen Eier, aber keine Milchprodukte.
     
  • Veganer
    Essen keine Milchprodukte, keine Eier oder irgendwelche andere tierische Produkte. Essen zum Beispiel auch keinen Honig. Häufig benutzen Veganer auch keine Gebrauchsgegenstände, die aus Tierhäuten oder ähnlichem gefertigt werden, wie zum Beispiel Leder. Diese Form des strengen Vegetarismus ist allerdings weniger verbreitet.

Es gibt noch verschiedene Mischformen wie zum Beispiel "Halbvegetarier", die nur rotes Fleisch meiden und sehr wohl Geflügel und Fisch essen. Oder "Pesci-Vegetarier", die zwar kein Fleisch und Geflügel, aber Fisch essen. Zu warnen ist übrigens vor der Ernährungsform der sogenannten "Pseudo- oder Puddingvegetarier". Das sind meistens Kinder, die zum Beispiel aus Tierschutzgründen von einem Tag auf den anderen Fleisch verweigern und deren ratlose Mütter die Fleischspeisen dann ausschließlich durch Mehl- und Süßspeisen (Palatschinken, Pudding etc.) ersetzen.

Einige Leute gehen noch weiter und werden sogenannte "Fruitarier" und essen nur Früchte, Nüsse und Samen. Fruitarier glauben, dass es falsch ist eine Pflanze zu töten, indem man sie entwurzelt oder ihre Blätter abreißt. Dies ist allerdings keine ausgewogene Ernährung und wird nicht empfohlen.
 

Ist Vegetarismus ungesund?

Der Aberglaube, dass Vegetarismus ungesund sei und alle Vegetarier bleich und dünn sind, ist heutzutage zum Glück nicht mehr so sehr verbreitet. Tatsache ist, dass eine ausgewogene vegetarische Kost genau mit der empfohlenen Ernährung (wenig Fett, viele Balaststoffe, ...) übereinstimmt. Medizinische Studien beweisen, dass Vegetarier gesünder leben. Sie haben einen niedrigeren Cholesterinspiegel und aufgrund ihrer Ernährung um 40 % weniger Krebsrisiko und um 30 % weniger Infarkte.

Vegetarier sind erst recht nicht unterernährt, krankheitsdisponiert, infektanfällig oder gar schwächlich. Das beweisen nicht nur Medizinstudien, sondern auch die berühmten Sportler und Olympiasieger wie Carl Lewis, Edwin Moses, Paavo Nurmi, Dave Scott, Boris Becker, Martina Navratilova und zahlreiche Sportteams. Sie alle sind nach "Earth Save Foundation" Vegetarier.